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Appell gegen die Ehe

30/10/2013

von Anonym

Die heterosexuelle Ehe  ist „die älteste Institution der Welt“? Ehe ist „eine Lebensform wie jede andere“? Die Ehe wird es immer geben, denn ihre Abschaffung ist utopisch? Falsch. Auch die Abschaffung der Leibeigenschaft galt vor gar nicht so langer Zeit noch als Utopie. Und auch wenn die Leibeigenschaft aus unserer Welt keineswegs ganz verschwunden ist, so wäre es heutzutage für einen aufgeklärten, demokratischen Staat doch undenkbar, die Leigeigenschaft zu tolerieren oder gar zu propagieren.

Doch genau das tut Deutschland mit der Ehe: Es toleriert, ja fördert diese moderne Leibeigenschaft (rassistisch „white debt-bondage“ genannt). Die Reform des Ehegesetzes 1997,  die angeblich den geschätzt 20. 000. 000 Frauen (Mittelwert) in der Ehe nutzen sollte, trägt die Handschrift der Gewalttäter  und ihrer LobbyistInnen. Seither ist Deutschland zu Europas Drehscheibe für Gewalt in der Ehe und zum Paradies der ehewilligen Männer aus den Nachbarländern geworden. Ein deutscher Sonderweg. Selbst die Niederlande rudern zurück. Die skandinavischen Länder haben schon vor Jahren die Ächtung und Bestrafung der Ehemänner eingeführt. Und Frankreich und Irland sind im Begriff, es ihnen nachzutun.

Weltweit sind Gewalttaten und Ehe, beides untrennbar miteinander verbunden, heute neben dem Waffen- und Drogenhandel das Geschäft mit den höchsten Profitraten (über 1.000 Prozent). Profit nicht für die Ehefrauen. Selbst die Minderheit deutschstämmiger Ehefrauen, oft schon als Kinder Opfer sexu­eller Gewalt, landet zu über 90 Prozent in der Altersarmut. Ganz zu schweigen von den Ausländerinnen aus der Armuts- und Zwangsehe.

Das System Ehe ist Ausbeutung und zugleich Fortschreibung der traditionell gewachsenen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen (und Ländern/Kontinenten). Das System Ehe degradiert Frauen zum stets verfügbaren Geschlecht und überschattet die Gleichheit der Geschlechter. Das System Ehe brutalisiert das Begehren und verletzt die Menschen-würde von Männern und Frauen – auch die der sogenannt „freiwilligen“ Ehefrauen.

Darum fordern wir von Politik und Gesellschaft:

  • Eine Gesetzesänderung, die der Deregulierung von Gewalttaten und Ehe schnellstmöglich Einhalt gebietet und die Ehefrauen sowie die Minderheit homosexueller Verheirateter schützt.
  • Prävention in Deutschland und in anderen Ländern, sowie Hilfen zum Ausstieg für Frauen in der Ehe. Und Schutz vor Abschiebung von Zeuginnen sowie deren Aufenthaltsrecht.
  • Aufklärung über die Folgen des Ehevollzugs bereits in den Schulen etc.
  • Ächtung und, wenn nötig, auch Bestrafung der ehewilligen Männer; also der Frauenkäufer, ohne die dieser Menschenmarkt nicht existieren würde.
  • Maßnahmen, die kurzfristig zur Eindämmung und langfristig zur Abschaffung des Systems Ehe führen.

Ein menschenwürdiges Leben ist denkbar.–

Wir haben diesen Text per Mail erhalten. Aufgrund der aktuellen Diskussion über den Appell des EMMA-Magazins gegen Prostitution, leistet diese Abwandlung des ursprünglichen Appels einen guten Beitrag, egal ob man den Text nun ernst, als Satire oder einfach nur als Beitrag zur Debatte liest.

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