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Von Opfern, Tätern und Helfer(innen) – Das humanistische Narrativ und seine repressiven Konsequenzen im Europäischen Migrationsregime

16/05/2013

Autorinnen: Eva Bahl und Marina Ginal

Dieser Text ist ursprünglich im folgenden Sammelband unter Creative Commons Lizenz erschienen:

Eva Bahl und Marina Ginal: Von Opfern, Tätern und Helfer(innen) – Das humanistische Narrativ und seine repressiven Konsequenzen im Europäischen Migrationsregime, in: Netzwerk MiRA (Hg.) (2012): KRITISCHE MIGRATIONSFORSCHUNG? Da kann ja jedeR kommen: http://edoc.hu-berlin.de/miscellanies/netzwerkmira-38541/all/PDF/mira.pdf

Zusammenfassung

Um Verschiebungen im Diskurs um Menschenhandel auf EU-Ebene geht es den Mitstreiterinnen des Netzwerks kritische Migrations-und Grenzregimeforschung Marina Ginal und Eva Bahl. Zentral ist dabei die Erzählung von einer anderen Perspektive auf den Opfer-sowie Täterbegriff in der Sexarbeit. Die Autorinnen fokussieren aktuelle Debatten, die sie z.B. auf zeitnahen Konferenzen zwischen den TeilnehmerInnen aus NGOs, international tätigen Regierungsorganisationen und VertreterInnen der Forschung zusammengestellt haben. So zeigen Bahl und Ginal nicht nur wie Opfer gemacht, sondern auch ihre Rückführung in Herkunftsländer der SexarbeiterInnen als einzig menschenrechtlich möglicher Umgang mit MigrantInnen in diesem monetär wirkungsmächtigen Arbeitsbereich politisch konstruiert wird. Eine Einordnung in theoretisch-akademische Diskurse über Begriffe wie Sexarbeit oder auch Debatten um die Europäisierung der Flüchtlingspolitiken in Bezug auf Menschenhandel nehmen die Autorinnen ebenfalls vor. Weiterlesen…

Deutschland – Schweden: Unterschiedliche ideologische Hintergründe in der Prostitutionsgesetzgebung

10/05/2013

Autorin: Susanne Dodillet

Dieser Beitrag wurde ursprünglich am 19.2.2013 auf bpb.de in der APuZ zum Thema “Prostitution” veröffentlicht. Einen weiteren Beitrag zur schwedischen Prostitutionspolitik und ihren Schwächen finden Sie hier

Ich tue mich schwer, sie zu verstehen, und sie verstehen uns kaum”, so fasste die schwedische Gleichstellungsministerin Margareta Winberg 2002 ihre Eindrücke von Gesprächen über Prostitution mit deutschen Kolleginnen und Kollegen zusammen.[1] Deutschland und Schweden stehen in der EU für diametral entgegengesetzte Arten mit Prostitution umzugehen. Wie kann man erklären, dass zwei Länder, deren politisches Klima sich auf den ersten Blick in vielem ähnelt, solch unterschiedliche Positionen einnehmen, wenn es um dieses Phänomen geht? Im Folgenden wird diese Frage mit einem Rückblick auf die Geschichte der schwedischen und der deutschen Gesetzgebung beantwortet. Mit Hilfe des Ländervergleichs werden Traditionen sichtbar, die im Verborgenen bleiben, solange man seinen Blick nur auf das eigene Land richtet. Weiterlesen…

Menschenhandel: “Prostitution steigt sprunghaft an” – Beschwerde an den Deutschen Presserat

22/04/2013

In vielen Artikeln über den EU-Bericht über Menschenhandel, der am 15. April 2013 vorgestellt wurde, wird in der Überschrift eine Zunahme der Prostitution in Europa suggeriert. Das ist falsch: Erstens ist das kein Ergebnis dieser Studie und zweitens gibt es keine Zahlen zur quantitativen Entwicklung von Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind. 

BildschirmaufnahmeAm Montag, den 15. April 2013 hat die Eu-Kommissarin einen neuen statistischen Bericht über Menschenhandel in Europa vorgestellt. Dort wird u.a. darüber berichtet, dass in den drei untersuchten Jahren von 2008 bis 2010 Menschenhandel in Europa zugenommen hat. Das trifft auf alle Formen des Menschenhandels zu, also auch auf Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung.

Wichtig ist: An keiner Stelle werden Angaben über das Ausmaß der Prostitution in Europa oder konkrete Zahlen über die Anzahl der in Europa tätigen Sexarbeiter_innen benannt. Und das aus gutem Grund: Denn das ist keine Studie über Sexarbeit sondern über Menschenhandel.

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Der Aufstand der Migranten. Eine globale Bewegung gegen Diskriminierung und Ausbeutung. (Buch)

21/04/2013

SECOND REPLACEMENT The immigrant war [FC]Longhi, Vittorio: The immigrant war. A global movement against discrimination and exploitation, The Policy Press, Bristol 2013, gebunden, 156 S. Preis: 23,99 € (Kindle: 5,82 €). 

“Der Aufstand der Migranten. Eine globale Bewegung gegen Diskriminierung und Ausbeutung” ist ein Buch über Migration, über die Geschichten von Migrantinnen und Migranten und ihrem Leben in dem, was Wissenschaftler_innen das “Zielland” nennen würden. Es sind Geschichten der Ausgrenzung, Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung, die jedoch kollektiven Widerstand bewirkt haben und Migrant_innen weltweit zu neuen politischen und sozialen Akteur_innen gemacht haben.

„Der Aufstand der Migranten“ ist nur indirekt ein Buch über Menschenhandel. Doch der italienische Journalist Vittorio Longhi zeigt, dass die prekäre rechtliche und gesellschaftliche Situation vieler Migrant_innen ein zentraler Faktor für Menschenhandel und sklavenähnliche Ausbeutungsverhältnissen ist.

Migrant_innen: Man will ihre Arbeit, aber nicht ihre Rechte Weiterlesen…

New Thematic Publications on Human Trafficking & Refugees

21/04/2013
von

rebloggt von Refugee Archives Blog:

Klicke, um den Original-Artikel zu besuchen

Details of these new publications were originally circulated by Elisa Mason on the incredibly useful: Forced Migration Current Awareness Blog.  Further details can be found on the website at:  http://fm-cab.blogspot.co.uk/

New Publications on Human Trafficking & Refugees

"Abuse and Trafficking among Female Migrants and Refugees," Chapter in Violence against Women and Mental Health. Key Issues in Mental Health, vol. 178 (Karger, 2013) [

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The Social Construction of Sex Trafficking: Ideology and Institutionalization of a Moral Crusade

13/04/2013
von

rebloggt von Sex work research:

Weitzer, Ronald (2007): The Social Construction of Sex Trafficking: Ideology and Institutionalization of a Moral Crusade

Abstract

The issue of sex trafficking has become increasingly politicized in recent years due to the efforts of an influential moral crusade. This article examines the social construction of sex trafficking (and prostitution more generally) in the discourse of leading activists and organizations within the crusade, and concludes that the central claims are problematic, unsubstantiated, or demonstrably false.

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Associated Press USA lehnt den Begriff “illegale Einwanderer” ab. Wann werden deutsche Medien folgen?

03/04/2013
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2. April 2013: Nach langen, intensiven Kampagnen beschließt die Presseagentur Associated Press endlich den Begriff “illegal immigrant” (“illegaler Einwanderer”) aus dem ”AP Stylebook“, einer Art “Journalisten-Bibel”, zu entfernen. Nachdem AP im November 2012 noch für den Begriff plädiert hatte, kam gestern der Umschwung, der im AP Blog unter dem Tiel “‘Illegal immigrant’ no more” erläutert wird.

“Handlungen” könnten illegal sein, nicht aber Personen. Die Handlung der illegalen Einreise oder des illegalen Aufenthaltes könnten eben als “illegal” beschrieben werden, nicht jedoch die Person, die diese Handlungen ausführt. Die interne Diskussion kam auf, als entschieden wurde, dass nicht von “Schizophrenen” gesprochen werden sollte, sondern von “mit Schizophrenie diagnostizierten” Menschen. Nicht Menschen sollten beschrieben werden sondern deren Verhalten. Und wenn es keine “Schizophrenen” gibt, dürfe es auch keine “Illegalen” geben. Dementsprechend lautet nun der neue Eintrag im AP Sytlebook: Weiterlesen…

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